fpg388 – Warum der Mittelstand eine starke HR braucht – und was sich ab 100 Mitarbeitern grundlegend ändern muss
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Heute geht es um ein Thema, das in vielen mittelständischen Unternehmen unterschätzt wird: Die Rolle von HR, also Human Resources, auf deutsch: der Personalabteilung.
Bis etwa 50 Mitarbeiter funktioniert vieles noch irgendwie so. Der Gründer oder die Gründerin macht alles selbst und zwar vom Einstellen bis zur Gehaltserhöhung.
Aber ab 50 Mitarbeiter und spätestens, wenn das Unternehmen über 100 Mitarbeiter hat, wird genau das zum Problem.

Warum der Mittelstand eine starke HR braucht
Wie HR im Mittelstand meistens entsteht
In vielen Unternehmen läuft das ähnlich ab: Der Gründer wächst mit. Er kennt jeden Kunden, jeden Mitarbeiter, jede Zahl. Und wenn das Unternehmen größer wird, denkt er:
„Ich brauche jemanden für die ganzen Personalthemen.“
Dann wird jemand eingestellt, oft jemand aus dem Umfeld, manchmal sogar die Ehefrau. Und diese Person kümmert sich dann um Verträge, Bewerbungen, Urlaubslisten.
Aber strategisch? Da passiert meistens nichts. HR wird zu einer Verwaltungsstelle, nicht zu einer Gestaltungsstelle.
Wann HR strategisch werden muss
Spätestens ab einer Unternehmensgröße von 100 Mitarbeitern reicht das nicht mehr. Denn dann haben wir es mit zunehmend komplizierteren Strukturen zu tun, mit verschiedenen Teams, mit unterschiedlichen Führungsebenen und Schnittstellen. Das alles sorgt vermehrt für Konfliktpotenzial.
Es geht also nicht mehr nur um die Frage wer arbeitet hier, sondern darum:
Wie wird geführt? Wie werden Mitarbeiter entwickelt und gehalten?
Und das kann die Geschäftsführung nicht mehr alles selbst übernehmen. HR wird dann zum entscheidenden Partner nicht als Sekretariat sondern als strategischer Sparringspartner.
HR muss sicherstellen, dass die richtigen Menschen an Bord sind, dass Führung funktioniert und dass das Unternehmen wachsen kann, ohne Chaos zu erzeugen.
HR darf unterstützen, aber nicht führen
Ganz wichtig: HR darf niemals die eigentliche Führungsarbeit übernehmen. Das passiert aber leider zu häufig.
Zum Beispiel wenn ein Mitarbeiter keine Leistung bringt. Und statt dass die Führungskraft das Gespräch führt, soll HR das machen.
Das ist bequem, aber falsch. Denn: Führung bleibt Führungsaufgabe.
HR kann beraten, vorbereiten und rechtlich absichern: ja.
Aber das Gespräch selbst muss die Führungskraft führen. Sonst verliert sie Autorität und die Mitarbeiter verlieren Vertrauen.
Wo HR die Führung übernehmen sollte
Es gibt aber auch Bereiche, in denen HR ganz klar die Verantwortung trägt.
Das gilt zum Beispiel bei
- Richtlinien und Prozessen, also Arbeitszeit, Homeoffice, Vergütung, Compliance und Arbeitsrecht
- Organisationsentwicklung und Kulturarbeit
- oder häufig auch bei größeren Veränderungsprozessen.
Hier braucht es Struktur, Professionalität und einen neutralen Blick. Und hier darf HR auch führen in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung.
Was gute HR-Arbeit ausmacht
Eine starke HR Abteilung erkennt man nicht an schönen Formularen oder Folien, sondern an den Ergebnissen, also beispielsweise an
- Geringer Fluktuation.
- Zufriedenen, engagierten Mitarbeitern.
- Klaren Führungsprozessen und gutem Onboarding
- Rechtssicheren, fairen Abläufen.
- Und eine Unternehmenskultur, die wirklich gelebt wird.
Wenn HR das schafft, dann ist die HR Abteilung kein Kostenfaktor, sondern ein echter Wachstumsfaktor.
Die wichtigste Aufgabe von HR: Führung stärken
Der entscheidende Punkt dabei ist: HR darf keine Feuerwehr sein, die ständig Konflikte löscht. HR sollte Führungskräfte stark machen.
Denn viele Führungskräfte im Mittelstand sind Quereinsteiger. Sie waren gute Fachkräfte und plötzlich sind sie Chefs.
Aber führen hat ihnen niemand beigebracht. Und genau hier kann HR ansetzen: Indem sie die richtigen Werkzeuge bereitstellt und Führungskräfte systematisch weiterentwickelt.
Crashkurs Mitarbeiterführung
Genau dafür haben wir unseren Crashkurs Mitarbeiterführung entwickelt. Das ist ein praxisorientiertes Online-Training, das zeigt, wie gute Führung im Alltag wirklich funktioniert.
In nur 30 Tagen lernen Ihre Führungskräfte Schritt für Schritt, wie sie klar kommunizieren, Verantwortung richtig delegieren und ihre Teams motiviert zu nachhaltigen Ergebnissen führen.
Der besondere Vorteil: Den Crashkurs gibt es nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch.
Das bedeutet: Wenn Ihr Unternehmen international aufgestellt ist – zum Beispiel mit Standorten in Deutschland, Indien oder Kanada – können alle Führungskräfte einheitlich geschult werden. So entsteht ein gemeinsames Führungsverständnis über Länder- und Sprachgrenzen hinweg.
Für HR ist das ein entscheidender Hebel: Sie professionalisieren Führung im gesamten Unternehmen, reduzieren Reibungsverluste, stärken die Mitarbeiterbindung und entlasten gleichzeitig Geschäftsführung und Personalabteilung.
Und das Beste ist: Sie können den Crashkurs flexibel kombinieren: Entweder als reines Online-Programm oder als hybrides System aus Crashkurs und begleitenden Workshops vor Ort.
Wenn Sie im HR-Bereich tätig sind und möchten, dass Ihre Führungskräfte klar, konsequent und menschlich führen, dann schreiben Sie mir einfach eine kurze E-Mail an info@berndgeropp.de
Wir vereinbaren einen Termin und besprechen gemeinsam, wie wir Ihnen helfen können, damit Führung wirklich funktioniert.
Ich freue mich auf unser Gespräch.
Das inspirierende Zitat
Letzten Endes kann man alle wirtschaftlichen Vorgänge auf drei Worte reduzieren: Menschen, Produkte und Profite. Die Menschen stehen an erster Stelle. Wenn man kein gutes Team hat, kann man mit den beiden anderen nicht viel anfangen.
Lee Iacocca
