fpg389 – KI ersetzt keine Führung – aber sie zeigt, wer wirklich führen kann.
Podcast: Play in new window | Download
Subscribe: Apple Podcasts | RSS
Das Handelsblatt berichtete letzte Woche über eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung:
Bis zu 67 % der Aufgaben von Führungskräften lassen sich automatisieren angefangen bei Ressourcenplanung, Berichterstellung bis hin zu Teilen der strategischen Entscheidungsvorbereitung.
Tja, die Konsequenz ist eindeutig: Führung verändert sich.
Nicht die Verantwortung verschwindet, sondern die Art, wie wir sie wahrnehmen.
Was sich wirklich verändert
Ich bin überzeugt: Wir stehen an einem Wendepunkt. Vor einem Jahr war ChatGPT und andere LLMs ein interessantes Experiment. Wirklich zeitparende Workflows und Anwendungen gab es selten.
Heute ist KI ein Werkzeug, das den Arbeitsalltag grundlegend verändert.
Beispielsweise die Vorbereitung eines Jahresgesprächs. Früher: 2 bis 3 Stunden für Recherche, Notizen zusammenstellen, Gesprächsleitfaden erstellen. Mit KI: 20 Minuten. Strukturierter. Vollständiger. Mehr Zeit für das eigentliche Gespräch.
Oder nehmen Sie die wöchentliche Teambesprechung: Agenda erstellen, Protokoll der letzten Sitzung durchgehen, offene Punkte aufbereiten. Das kostet normalerweise gut 45 Minuten. Mit den richtigen Prompts erledigt KI das in wenigen Minuten und Sie können sich so auf die Moderation konzentrieren.
Das sind keine Zukunftsszenarien. Das funktioniert heute schon sehr gut.
Aber – und das ist entscheidend: KI ersetzt nicht Führung. Sie verstärkt gute Führung und macht schlechte Führung sichtbar.
Wenn Sie bereits klare Strukturen haben, Verantwortung delegieren und klar kommunizieren, dann macht KI Sie produktiver. Wenn Sie dagegen noch zu tief im operativen Geschäft stecken, wird KI Ihre Schwächen nur noch schneller offenlegen.
Die eigentliche Herausforderung
Die eigentliche Herausforderung ist nicht die Technologie. Es ist Ihre Einstellung zu KI, also das neudeutsch Mindset.
Ich erlebe in Unternehmen aktuell zwei extreme Reaktionen:
Die Skeptiker:
„Das betrifft uns nicht. Unsere Arbeit ist ja viel zu komplex für dieses KI Zeug.“
Sorry, aber diese Haltung ist gefährlich. Während Sie warten, arbeiten Ihre Wettbewerber bereits doppelt so schnell.
Die Hektiker:
„Wir müssen sofort alles mit KI automatisieren!“
Das führt zu Chaos. Keiner weiß, wo KI wirklich Sinn ergibt – und wo sie nur Zeit kostet.
Beides ist falsch.
Führung mit KI bedeutet: Verstehen, wo KI entlastet – und wo der Mensch unersetzbar bleibt.
Bevor Sie KI unternehmensweit einsetzen und große Projekte starten, fangen Sie doch erstmal klein an und zwar einfach bei Ihnen. Probieren Sie aus, wo KI Ihnen in Ihrem Führungsalltag als Führungskraft wirklich helfen kann. Testen sie.
Bei mir war das so, dass ich einiges getestet habe. Manches hat gut funktioniert anderes gar nicht. Aber dadurch, dass ich mich mit beschäftigt habe, sind mir immer mehr Tätigkeiten eingefallen, bei denen mich KI entweder unterstützen kann oder die ich ganz an KI abgeben kann.
Drei klare Grenzen sind meiner Ansicht nach wichtig:
- Entscheidungen
KI bereitet vor. Liefert Daten. Zeigt Optionen. Aber die Entscheidung – besonders wenn sie Menschen betrifft – sollten nach wie vor Sie treffen nicht eine KI. - Verantwortung
KI kann Aufgaben übernehmen, aber keine Verantwortung tragen. Wenn etwas schiefgeht, stehen Sie gerade, nicht die Maschine. - Beziehungen
KI simuliert Feedback-Gespräche hervorragend. Aber das echte Gespräch, die Beziehung zu Ihrem Mitarbeiter – das bleibt Ihre Aufgabe.
Deshalb ist es entscheidend, dass Sie und Ihre Führungskräfte lernen, KI bewusst zu nutzen. Nicht als Technik-Spielerei, sondern als strategisches Werkzeug für bessere Führung.
Ein Beispiel aus der Praxis
Lassen Sie mich Ihnen ein konkretes Szenario zeigen.
Situation: Ein Führungskollege muss eine schwierige Entscheidung treffen. Umstrukturierung im Team. Zwei Varianten. Beide haben Vor- und Nachteile.
Früher hätte er:
- Mit drei Kollegen telefoniert (je 30 Minuten)
- Eine Pro-Contra-Liste erstellt (45 Minuten)
- Über mögliche Reaktionen nachgedacht (1 Stunde)
- Eine Präsentation für die Geschäftsführung vorbereitet (2 Stunden)
Gesamtaufwand: Mindestens 5 Stunden.
Mit KI läuft das anders:
- Er beschreibt die Situation in einem Prompt
- KI analysiert beide Varianten systematisch
- Zeigt Risiken, die er übersehen hätte
- Liefert drei mögliche Kommunikationsstrategien
- Erstellt den Entwurf für die Präsentation
Zeitaufwand: 45 Minuten.
Das Ergebnis ist nicht schlechter – es ist besser. Weil er mehr Zeit hatte, über die wirklich wichtigen Fragen nachzudenken: Wie kommuniziere ich das? Wen hole ich wann ins Boot? Wo erwarte ich Widerstand?
Das ist der Unterschied. KI nimmt Ihnen nicht das Denken ab. Sie verschafft Ihnen mehr Zeit zum Denken.
Wie Sie konkret starten
Das führt zur entscheidenden Frage: Wie fangen Sie konkret an?
Genau dafür habe ich meinen neuen KI-Videokurs für Führungskräfte entwickelt. Ein Online-Kurs speziell für Unternehmer und Führungskräfte, die verstehen wollen, wie sie KI im Führungsalltag einsetzen – ohne Vorwissen, ohne Technik-Gerede.
Im Kurs lernen Sie Schritt für Schritt:
Welche Führungsaufgaben Sie mit KI in einem Bruchteil der Zeit erledigen – mit konkreten Beispielen aus Jahresgesprächen, Teambesprechungen und Strategiearbeit.
Wie Sie Prompts so formulieren, dass KI liefert, was Sie wirklich brauchen – nicht was die Maschine für richtig hält.
Ich zeige Ihnen wie Sie sie sich mit Customized GPTs eigene Assistenten bauen können und zwar ohne technisches Vorwissen.
Wir besprechen wie Sie eine KI-Routine aufbauen, die täglich 1 bis 2 Stunden spart – und diese Zeit in echte Führung investieren.
Alles praxisnah. Mit echten Beispielen. Keine Theorie.
Ach ja als Bonus gibt es auch noch ein Video zu meinen 7 Schritten, wie Sie Mitarbeiter fit machen für KI im Arbeitsalltag. Sie erfahren, wie Sie klare Spielregeln für den KI-Einsatz festlegen und wie Sie Ihre Mitarbeiter aktiv einbeziehen und motivieren.
Aktuell gibt es den Videokurs noch zum Einführungspreis von nur 39 EUR.
Ich verspreche Ihnen: Nach diesem Kurs werden Sie nicht mehr fragen
„Was kann KI?“
sondern
„Wie habe ich vorher ohne KI gearbeitet?“
Das inspirierende Zitat
„Effizienz ist, die Dinge richtig zu tun. Effektivität ist, die richtigen Dinge zu tun.“
Peter Drucker

