Beispiele für gute und schlechte Unternehmensvisionen

Beispiele für Unternehmensvisionen

Was macht eine gute Unternehmensvision aus? Photo: nenovrothers/ Quelle: www.bigstock.com

Brauchen Sie für Ihr Unternehmen eine Vision?

Ich glaube ja. Mit einer guten Unternehmensvision können Sie ungeahnte Kräfte freisetzen. Mit einer Vision malen Sie ein großes Bild der Zukunft. Sie beschreiben, wo es hingehen soll. Eine richtige Vision begeistert Menschen und stellt ein gemeinsames Verständnis her.

Eine Vision ist dann gut, wenn viele diese Vision als wichtig und als bedeutend empfinden. Eine Vision gibt den Mitarbeitern Orientierung und bietet Sinn.

Im folgenden youtube Video zeige ich Ihnen Beispiele für richtige und falsche Unternehmensvisionen:

Falsche Visionen

Vergessen Sie Pseudo-Unternehmensvisionen wie:

„In den nächsten 5 Jahren wollen wir 20 % Marktanteil haben!“

oder

„Wir wollen doppelt so stark wachsen wie der Markt bei 15 % Profit“

Diese Aussagen sind vielleicht noch für Investoren und Aktionäre interessant. Für den Rest der Welt und insbesondere für die Kunden und die Mitarbeiter hat das aber keine emotionale Bedeutung. Solche „Statements“ sind nur langweilig. Einem Unternehmen einfach nur dabei zu helfen, Geld zu scheffeln, ist schließlich nicht wirklich inspirierend, oder?

Was sind richtige Visionen?

Hat ein Unternehmer eine wirkliche Vision, verfolgt er ein langfristiges Ziel, das über ihn und seine Ego-Befriedigung hinaus geht. Er will mit seiner Tätigkeit und seinem Unternehmen etwas Positives für die Welt bewegen.

Erfolgreiche Unternehmer wie Richard Branson (Virgin Group), Steve Jobs (Apple) oder Götz Werner (DM Markt) leben für richtige Visionen. Dabei geht es nicht vorrangig ums Geld verdienen.

Diese Unternehmer verfolgen andere, über sie selbst als Person hinaus gehende Ziele und Visionen. Häufig sind es Visionen, die einen Mehrwert in sozialer oder ökologischer Form für den Rest der Menschheit bieten.

 Beispiele richtiger Visionen:

Die revolutionäre Gründungsvision von Microsoft im Jahre 1975:

„Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Zuhause.“

sprach wahrscheinlich nur einen kleinen Teil der damaligen Menschen an. Aber die waren davon begeistert. Sie waren intrinsisch motiviert, an dieser für sie als sozial wahrgenommenen Vision mitzuwirken.

Hier einige weitere wirkliche Unternehmensvisionen, die begeistern:

The Scooter Store:
„Our vision is to provide freedom and independence to people with limited mobility“
“Unsere Vision ist es, Menschen mit begrenzter Mobilität freier und unabhängiger zu machen!“

Wal Mart:
“To give ordinary people the opportunity to buy the same things as rich people.”
„Einfachen Menschen zu ermöglichen, die gleichen Dinge kaufen zu können wie Wohlhabende“

Wikipedia:
“Imagine a world in which every single person is given free access to the sum of all human knowledge”
“Stell Dir eine Welt vor, in der jeder einzelne Mensch freien Anteil an der Gesamtheit des Wissens hat.”

Meine teilweise nicht sehr gelungenen Übersetzungen vom englischen ins deutsche bitte ich zu entschuldigen! Ich denke aber, es wird klar, was gemeint ist.

Verschreibt sich ein Unternehmer einer bedeutenden, weltverbessernden Sache, dann begeistert er andere Menschen. Empfinden die, dass die Vision wichtig und nützlich ist, werden sie ihn unterstützen wollen – ob als Mitarbeiter, als Kunde oder Lieferant.

Was ist Ihre Unternehmensvision?

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Kommentare

Beispiele für gute und schlechte Unternehmensvisionen — 3 Kommentare

  1. Ob eine Vision die betroffenen Führungskräfte und Mitarbeiter begeistert und Motiviert liegt nicht alleine am ihren Inhalten. Es ist vor allem die Art, wie diese Vision entwickelt wird: Zieht sich die Führungsspitze alleine zurück und zaubert dann die Vision wie ein Kaninchen aus dem Hut und verbreitet sie dann per Vierfarbprospekte durchs Unternehmen? Oder sind die Mitarbeiter bei der Visionsentwicklung ernsthaft beteiligt (Shared Vision)?

    Herzliche Grüße
    Andreas Zeuch

    • Hallo Andreas,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast absolut Recht: Es ist entscheidend, wie die Vision entwickelt wird. In einem größeren Unternehmen ist es wichtig, dass dabei möglichst viele Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen udn Hierarchien beteiligt sind. In einem Kleinen Unternehmen hingegen ist die Vision häufig erst mal geprägt durch den Inhaber und dessen Grundmotivation. Aber auch hier gilt, dass der Unternehmer diese Vision dann mit seinen Mitarbeitern immer wieder diskutiert und dafür werben muss. Schließlich will er sinngekoppelte Mitarbeiter haben. Die Vision einfach einmal vorzustellen und das wars, funktioniert nicht.

      Herzliche Grüße
      Bernd

  2. Ein weiteres schönes Beispiel für eine Vision ist folgendes Zitat von Antoine de Saint-Exupery: “Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.”.
    Das Zitat beinhaltet dabei auch vortrefflich den Umgang mit den Mitarbeitern.